Bilderdruck auf Holz selbstgemacht

Bilderdruck auf Holz
Bilderdruck auf Holz ist sehr individuell und überhaupt nicht schwer

Bilder auf Holz zu drucken – etwa von der Familie, vom letzten Urlaub oder von seinen Comichelden – macht Spaß und das Endergebnis ist etwas ganz Besonderes. Mit unserer Anleitung zu diesem Thema erklären wir, wie man diese Technik ganz einfach zu Hause anwenden bzw. wie man eigenen Projekte umsetzten kann. Es ist überhaupt nicht schwer und mit ein bisschen Geschick erzielt man sogar schon beim ersten Versuch ein vorzeigbares Endergebnis!

Was brauche ich alles um selber Bilder auf Holz zu drucken?

Die erste gute Nachricht: Eigentlich überhaupt nicht viel! Und es wird noch besser: Alle Utensilien gibt es entweder im gut sortieren Bastelladen, im Baumarkt oder auch beim Onlinehändler. Unsere Materialliste bietet einen guten Überblick über alle benötigten Sachen:

benötigte Utensilien für den Bilderdruck auf Holz

benötigte Utensilien für den Bilderdruck auf Holz

  • Bastelholz bzw. Sperrholz im Format A5 oder einer anderen Größe (alternativ können auch Bretter oder Holzscheiben benutzt werden)
  • Modpodge* (in Deutschland auch unter Serviettenkleber bekannt)
  • DIN A4 Papier zum Bedrucken (am geeignetsten sind geringe Grammaturen um die 80 g/m²)
  • einen Laserdrucker (schwarz-weiß oder 4-farbig)
  • einen Pinsel
  • eine kleine Hartgummirolle oder eine alte EC- oder Gesundheitskarte
  • ein altes Geschirrtuch oder einen Badehandschuh
  • lauwarmes Wasser
  • eine Sprühflasche oder eine kleine Schüssel

Ok, jetzt gehts an die Umsetzung!

Wenn du alle Materialien beisammen hast, kann es jetzt an die Umsetzung gehen. In unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung erklären wir, was genau zu tun ist. Los geht’s!

Schritt 1 – Motiv ausdrucken

Als erstes muss das Motiv in der richtigen Größe ausgedruckt werden. Da später die bedruckte Seite auf den Bedruckstoff (in unserem Fall Holz) mit dem Modpodge aufgebracht wird, ist es sehr wichtig, dass die Vorlage schon vor dem Ausdrucken gespiegelt wird. Bei Landschaften spielt das zwar nicht unbedingt eine große Rolle, aber sobald Text im Motiv zu sehen ist, wäre dieser später spiegelverkehrt.

Schritt 2 – das Drucken vorbereiten

Das Holz wird mit Modpodge eingestrichen

Das Holz wird mit Modpodge eingestrichen

Ist das Motiv ausgedruckt, kann das zu bedruckende Holz vorbereitet werden. Dazu streicht man es mit Hilfe des Pinsels gleichmäßig mit Modpodge ein. Die Schicht sollte nicht zu dick sein, damit man später beim Rollen (oder Glattstreichen) nicht zuviel vom Modpodge als Überschuss rausquetscht.

Tipp: Nachdem man das Motiv ausgedruckt hat, sollte man es ausschneiden. Das erleichtert das Ausrichten der Motivkanten zu den Holzkanten enorm.

Schritt 3 – das Motiv auf die Holzplatte aufbringen

Das Motiv wird auf dem Holz platziert

Das Motiv wird auf dem Holz platziert

Nachdem das Holz mit Modpodge eingestrichen worden ist, sollte man nicht zuviel Zeit verlieren und das ausgedruckte Motiv mit der bedruckten Seite auf das Holz legen. Um unerwünschte Lufteinschlüsse zu vermeiden, ist es ratsam, das Blatt Papier etwas zu biegen und es mittig auf der Holzplatte zu platzieren. Dann lässt man die Seiten einfach langsam nach außen hin auf das Holz fallen (so wird auch die Luft nach außen gedrückt). Jetzt kann das Motiv ordentlich ausgerichtet werden.

Schritt 4 – das Motiv fixieren

Das Motiv wird fixiert

Das Motiv wird fixiert

Jetzt kann das Motiv fixiert werden. Dazu rollt man einfach mehrmals (und mit mäßigem Druck) mit der Hartgummirolle über das Motiv. Wenn man keine Rolle zur Hand hat, kann man, wie in der Materialliste bereits erwähnt, auch eine alte Krankenkassen- oder EC-Karte zum Glattstreichen benutzen. Allerdings muss man bei dieser Variante etwas vorsichtiger sein, da das Papier schneller reißen kann.

Mit beiden Techniken soll überschüssiges Modpodge zwischen Holz und Papier herausgequetscht werden, damit die Schicht gleichmäßig dick bzw. dünn ist.

Es muss unbedingt darauf geachtet werden, dass keine Lufteinschlüsse übrig bleiben! Diese Stellen nehmen nämlich keine Farbe an und erzeugen später Löcher und unschöne Stellen im Druckbild.

Und jetzt heißt es: Warten, warten, warten – und zwar am besten 24 Stunden! Das Modpodge muss zu 100 % getrocknet sein, bevor man mit dem Abrubbeln des Papiers beginnt, da sonst die Farbe nicht richtig ins Holz einziehen kann.

Tipp: Man kann die Wartezeit auch verkürzen! Sind das nicht gute Neuigkeiten? Warten mag ja schließlich niemand 🙂 Dafür ist Folgendes zu tun: Das gepodgede Holz kann entweder auf die Heizung oder bei geringer Temperatur (etwas 40 bis 50 Grad) in den Ofen gelegt werden. Bei diesem Trick muss man ab und zu kontrollieren, ob das Modpodge ordentlich getrocknet ist. Dafür gibt es leider keine konkreten Zeitangaben. Man sollte es mit der Temperatur allerdings nicht übertreiben, da sich das Holz bei zu schneller Trocknung verziehen kann!

Schritt 5 – das Motiv freilegen

nach dem Trocknen wird das Papier mit Wasser besprüht

nach dem Trocknen wird das Papier mit Wasser besprüht

Hat man es tatsächlich geschafft die 24 Stunden zu warten oder hat die Holzplatte im Schnellverfahren getrocknet, kann es jetzt ans Freilegen des Motivs gehen. Dazu sprüht man mit der Sprühflasche einen (erstmal) dünnen Film aus Wasser auf das Papier und lässt es kurz einziehen. Wenn das Motiv durch das Papier schimmert, kann man es mit dem Geschirrtuch oder dem Badehandschuh in kleinen Kreisen abrubbeln.

Das Motiv wird durch vorsichtiges rubbeln freigelegt

Das Motiv wird durch vorsichtiges abrubbeln freigelegt

Tipp: Man sollte beim Abrubbeln erstmal vorsichtig sein, da man bei zuviel Druck recht schnell wieder die Farbe vom Holz holen kann – besonders, wenn das Modpodge noch nicht richtig trocken gewesen ist.

Wenn das gesamte Papier entfernt ist, sollte man die Holzplatte nochmal etwas trocknen lassen. Es kann passieren, dass nach dem Trocknungsvorgang ein dünner, weißer Papierfilm auf dem Holz zurückbleibt. Das ist aber überhaupt nicht schlimm. Allerdings muss man dann etwas nacharbeiten. Also die Platte wieder etwas befeuchten und leicht abrubbeln.

das Motiv ist nach etwas Arbeit auf das Holz gedruckt

das Motiv ist nach etwas Arbeit auf das Holz gedruckt

Schritt 6 – den Druck veredeln

Eigentlich ist man jetzt schon fertig, aber man kann den Holzdruck noch etwas veredeln. Dieser Schritt ist optional und muss nicht unbedingt sein, kann aber das ein oder andere Motiv noch aufwerten bzw. schützen. Zur Veredelung kann das Druckbild noch mit mattem oder glänzendem – aber auf jeden Fall durchsichtigem – Acryllack versiegelt werden. Zum einen kann der Matt- bzw. Glanzeffekt edler wirken und zum anderen wird das Bild dadurch etwas stoßfester, was gerade in einem Kinderzimmer von Vorteil sein kann.

Es geht noch mehr!

Mit dieser Technik lassen sich nicht nur kleine Holzplatten bedrucken. Der Fantasie sind beim Einsatz des Holzdrucks eigentlich keine Grenzen gesetzt. So lassen sich beispielsweise auch alte Schränke, Tische oder sogar Türen verschönern!

Wir hoffen, dass dir unsere Anleitung zum Thema Bilderdruck auf Holz gefallen hat und alles leicht verständlich war. Wenn du selbst schon auf Holz gedruckt hast (ob mit oder ohne unserer Anleitung), würden wir uns über einen Erfahrungsbericht, Verbesserungsvorschläge oder sonstige Tipps in Form eines Kommentars freuen!

Solltest du gerade dabei sein dein Bild auf Holz zu drucken und irgendwo nicht weiterkommen oder sonst irgendwelche Fragen haben, kannst du uns auch einen Kommentar hinterlassen – wir antworten schnellstmöglich und versuchen dir weiterzuhelfen!

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