Das perfekte Lagerfeuer

Feuer hat auf die meisten Menschen eine magische Wirkung. Was kann es also besseres geben, als Abends beim Camping, oder in einer lauen Sommernacht am Strand, zusammenzusitzen und ein Lagerfeuer zu machen um den Tag in geselliger Runde ausklingen zu lassen?

Achtung: Feuermachen ist nicht überall erlaubt und bedarf in einigen Fällen eine Erlaubnis, da Waldbrände ausgelöst und der Boden geschädigt werden kann. Deshalb ist es ratsam, sich vorher zu erkundigen. Ansonsten ist der Spaß genauso schnell vorbei, wie er angefangen hat!

Das wird für das perfekte Lagerfeuer benötigt:

  • ein paar grüne Äste
  • Steine
  • Zunder (dafür ist unter anderem Birkenrinde, Baumschwämme, Papier, Laub oder Reisig geeignet)
  • trockene, dünne Äste
  • kleine Holzstückchen
  • dicke Äste

Der Aufbau

Als erstes sucht man sich eine nicht brennbare Fläche. Das kann unter anderem ein Untergrund aus Sand oder Erde sein. Wenn das Feuer auf einer Wiese gemacht werden soll, sollte man aus der Feuerstelle Soden ausstechen und sie am nächsten Morgen wieder einsetzten. Das schont den Untergrund!

Was ist eine Sode?

Eine Grassode ist ein ausgestochenes, viereckiges Stück Grasnarbe bei dem die Wurzeln der Narbe etwa 1–2 Zentimeter unter der Oberfläche vom Untergrund abgetrennt werden.

Selbstverständlich funtioniert die hier beschriebene Technik auch mit bzw. in einer Feuerschale.

Auf die Feuerstelle wird nun ein Fundament aus grünen Ästchen gelegt und die Stelle mit einem Ring aus Steinen abgegrenzt. Somit wird verhindert, dass das Feuer auf die umliegende Fläche übergreift und es gibt dem geschichteten Holz als positiven Nebeneffekt noch zusätzlichen Halt.

Anschließend wird der Zunder auf den Untergrund aus grünen Ästchen gelegt und ein wenig in Form gebracht. Über dieses Zunderknäuel wird eine Pyramide aus trockenen, dürren Ästen und kleinen Holzstücken errichtet. Man sollte eine kleine Öffnung mit einplanen, damit man den Zunder auch noch ordentlich anzünden kann.

Das Feuer anmachen

Hinweis: Bevor es ans Anzünden geht, sollte man sich schon mal den Feuerlöscher oder das Löschwasser und schon ein paar dickere Äste bereitlegen.

Wenn man keine Kaminstreichhölzer parat hat, kann man zum Entzünden auch einen dünnen, trockenen Ast nutzen, den man mit einem Feuerzeug an einem Ende in Brand setzt und durch die vorher eingeplante Öffnung unter den Zunderhaufen steckt.

Wenn alles gut vorbereitet wurde, sollte das Lagerfeuer nun langsam und ohne weiteres Zutun in Gang kommen und wenn das Feuer richtig brennt, können langsam dickere Äste nachgelegt werden.

Sicherheitshinweise – zum Öffnen klicken
  • Im Wald darf kein Feuer gemacht werden. Zu Waldflächen muss ein Abstand von 100 Metern gehalten werden.
  • Am besten sucht ihr euch einen sandigen oder erdigen Platz. Felsen sind nicht so gut geeignet, da das Gestein durch den Temperaturunterschied springen kann. Achtet auch darauf, dass in der Umgebung niemand gestört wird.
  • In der Nähe des Feuers darf sich nichts Brennbares befinden: keine Äste von Bäumen (auch nicht hoch über dem Feuer), keine Reetdächer, keine Heuballen oder Holzstapel usw.
  • Wichtig: Das Feuer sollte nicht mehr als einen Meter Durchmesser haben. Größere Feuer müssen in der Regel angemeldet werden.
  • Verwendet als Anzündhilfe niemals Spiritus oder andere flüssige Brennstoffe. Nehmt stattdessen Grillanzünder mit.
  • Falls das Feuer außer Kontrolle gerät, sollte zum Löschen bereits Wasser, Sand oder eine Löschdecke bereitstehen.
  • Das brennende Feuer muss immer beaufsichtigt werden. Achtet auch auf Wind und Funkenflug. Drohen Funken auf brennbare Materialien zu fliegen, das Feuer besser löschen.
  • Idealerweise sollte das Feuer komplett herunterbrennen. Legt nicht zu viel Holz nach. Zum Löschen Eimer mit Wasser über das Feuer gießen, bis es nicht mehr zischt und qualmt.
  • Kleine Feuer können auch mit Sand oder Erde gelöscht werden. Aber aufpassen, dass es darunter garantiert nicht mehr brennt.
  • Bevor ihr die Feuerstelle verlasst, versichert euch, dass das Feuer wirklich aus ist. Stochert mit einem Stock darin. Es darf nichts mehr glimmen oder qualmen.

Lust auf tolles Essen am Lagerfeuer?

Passend zu dieser Anleitung haben wir ein paar Rezepte vorbereitet, die ein Lagerfeuer nicht nur optisch, sondern auch kulinarisch zu einem Highlight machen. Einfach hier klicken und inspirieren lassen.

Öfter vorbeischauen lohnt sich: Die Rezeptsammlung wird stetig erweitert!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.