Eine Fotobox selber bauen – Teil 2: Die Technik

Fotobox selber bauen und benötigte Geräte
Wir zeigen wie man eine Fotobox selber bauen kann und welche Geräte dafür benötigt werden

Eine Fotobox (oder englisch auch photo booth) ist die perfekte Apparatur für Kindergeburtstage, Hochzeiten oder jede sonstige Feier bzw. Veranstaltung! Einfach aufgestellt, schnell eingerichtet, und schon können sich die Gäste ohne großen Aufwand selbst fotografieren und sich das eben gemachte Foto direkt nach der Aufnahme auf einem eingebauten Monitor (in unserem Fall ein Tablet) anschauen. Mit verschiedenen Utensilien wie Perücken, Brillen oder Schildern, können die Fotos außerdem leicht aufgepeppt werden. Im Laufe der Feier werden die Gäste erfahrungsgemäß mutiger bzw. experimentierfreudiger, was sich in witzigen Bildern und Momentaufnahmen widerspiegelt.

In unserer zweiteiligen Anleitung beschreiben wir ganz genau, wie man so eine Fotobox selber bauen kann und geben Tipps, wie ein funktionsfähiges Innenleben auszusehen hat.

Im ersten Teil zur selbstgebauten Fotobox haben wir bereits beschrieben, wie das Grundgerüst gebaut wird. Jetzt geht es um die technische Seite und die benötigte Peripherie.

Welche technischen Komponenten benötige ich für die Fotobox?

Ein paar Geräte sind für eine gut funktionierende Fotobox unbedingt notwendig (beispielsweise eine digitale Spiegelreflexkamera und ein Tablet). Andere Dinge sind teilweise optional aber absolut nice to have. Unsere Technikliste zeigt alle Elemente, die wir für unser Setup verbaut haben.

Noch eine Info vorab:

In unserer Anleitung nutzen wir eine Kamera von Canon zur Aufnahme der Fotos und ein Samsung Tablet mit Android Betriebssystem zur Anzeige der Bilder. Selbstverständlich funktioniert das auch mit anderen Kameramodellen von Nikon oder Sony und anderen Tablets wie beispielsweise einem iPad oder einem Windowsgerät. Dadurch können sich allerdings Abweichungen bei der Funktionsweise, den benötigten Zusatzgeräten oder auch bei der notwendigen Software zur Bildübertragung ergeben, auf die wir leider nicht im Detail eingehen können. Solltest du also mit anderen Geräten arbeiten, kann diese Anleitung nur als Anregung dienen. Alles Weitere musst du leider selbst herausfinden 🙂

Sollte das der Fall sein, würden wir uns über einen Kommentar freuen. Vielleicht hat der ein oder andere Leser ein ähnliches Setup wie du und freut sich über Anregungen und Lösungsvorschläge.

  • Spiegelreflexkamera mit einem Slot für SD-Speicherkarten
  • Objektiv (Tipp: 35mm Festbrennweite oder Zoomobjektiv mit der Möglichkeit auf 35mm zu gehen)
  • ein Tablet (in unserem Fall ein Android Tablet) inkl. Netzteil
  • zwei externe Blitze
  • Funkauslöser für die Blitze und Sender für die Kamera
  • Kabelauslöser für die Kamera (mindestens 5 Meter); alternativ oder als BackUp einen Funkauslöser
  • ein externes Netzteil für die Kamera
  • zwei Stative für die Blitze
  • eine WiFi Speicherkarte (in unserem Fall eine 32 GB Transcend Karte)
  • eine dreier Steckerleiste

Ok, jetzt gehts ans Eingemachte!

Wenn du alle Geräte beisammen hast, kann es jetzt an die Verkabelung und den Aufbau gehen. In unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung erklären wir, was genau zu tun ist. Los geht’s!

Schritt 1 – die WiFi Speicherkarte einsetzen

Die WiFi Speicherkarte wird in die Kamera gesteckt

Die WiFi Speicherkarte wird in die Kamera gesteckt

Zu allererst wird die WiFi Speicherkarte in die Kamera gesteckt. Dazu wird die alte einfach entnommen und durch die neue ersetzt. In unserem Fall kommt eine Transcend WI-FI SDHC Speicherkarte* mit einer Kapazität von 32 GB zum Einsatz. Der Vorteil dieser Karte ist, dass sie ein eigenes W-Lan Netz erzeugt, mit dem sich andere Geräte verbinden können. Das Tablet wird mit diesem karteneigenen Hotspot verbunden und jedes Mal wenn ein Foto gemacht wird, wird es kabellos an das Gerät übertragen. Die Gäste können ihr Foto also sofort (nach einer kurzen Übertraguszeit) auf dem Bildschirm sehen.

Die Einrichtung ist sehr einfach und die Übertragung klappt tadellos. Allerdings haben wir herausgefunden, dass das Tablet und die Kamera nicht sehr weit voneinander entfernt sein dürfen, da die Sendeleistung der WiFi Karte nicht gerade stark ist. Nach zwei bis drei Metern reißt die Verbindung ab! Da aber beide Geräte in der Fotobox stecken und somit dicht beieinander sind, ist das für dieses Projekt nicht weiter schlimm.

Zu der Transcendkarte gibt es eine App, die auf dem Tablet installiert werden muss. Sie ist unter anderem dafür zuständig, Einstellungen an der Karte vorzunehmen und die Bilder von der Kamera anzuzeigen. Dazu aber mehr im Schritt 4 – das Tablet empfangsbereit machen.

Meine Kamera hat bereits ein integriertes W-Lan-Modul

Wenn deine Kamera bereits von Haus aus W-Lan-fähig ist, brauchst du natürlich keine separate WiFi-Karte mehr. Allerdings wirst du dann eine andere App für dein Tablet benötigen um die Bilder anzeigen lassen zu können!

Schritt 2 – das Netzteil einsetzen

Der Kameraakku wird durch ein Netzteil ersetzt

Der Kameraakku wird durch ein Netzteil ersetzt

Da die Kamera auf einer Hochzeit oder einem Geburtstag im Dauereinsatz sein wird und ständig betriebsbereit sein muss, empfiehlt sich der Einsatz eines Netzteils. Dabei wird der Kameraakku einfach durch einen Adapter ersetzt, der über eine Steckdose mit Strom versorgt wird. Das hat zum einen den Vorteil, dass man nicht ständig den Akku wechseln muss und behebt zum anderen auch ein kleines Problem das die WiFi Karte hat. Sobald die Kamera in den Standby-Modus wechselt, bekommt die Transcendkarte natürlich auch keinen Strom mehr. Dadurch wird auch das W-Lan-Netz deaktiviert. Wird die Kamera wieder „scharf“ gemacht, wird zwar auch wieder das Funknetz aktiviert aber wir haben festgestellt, dass sich das Tablet nicht immer automatisch mit dem Netz verbindet. Mit einer dauerhaften Stromversorgung kann man sich aber entspannen und muss sich nicht ständig um eine Reaktivierung kümmern.

Tipp: Es ist wichtig, dass in den Kameraeinstellungen der automatische Standby-Modus deaktiviert wird! Wird das nicht gemacht, verliert die WiFi-Karte trotz ständiger Stromversorung in regelmäßigen Abständen die Spannung.

Eigentlich gibt es von jedem Kameraanbieter eigene Netzadapter. Diese sind aber meist recht teuer. Deshalb haben wir uns für eine etwas kostengünstigere Drittanbieterlösung entschieden. Für unsere Canon eos 500d haben wir einen Adapter von HQRP* gewählt, der ungefähr nur ein Drittel von dem eines originalen Canon Adapters gekostet hat.

Tipp: Nicht jeder Adapter für eine Kameramarke passt auch in jede Kamera! Es gibt für unterschiedliche Modellreihen jeweils eigene Netzteile. Also vor dem Kauf unbedingt die Produktbeschreibungen lesen!

Schritt 3 – den Kabelauslöser mit der Kamera verbinden

Der Kabelauslöser wird mit der Kamera verbunden

Der Kabelauslöser wird mit der Kamera verbunden

Damit die Gäste die Kamera selbst betätigen bzw. sich selber fotografieren können, benötigt man einen Fernauslöser. Für unsere Fotobox nutzen wir einen Kabelauslöser mit einer Länge von 5 Metern. Kürzer sollte das Kabel nicht sein, da die Leute ansonsten zu dicht an der Box stehen und nicht komplett auf dem Foto sein würden. Für Ganzkörperaufnahmen sind 5 Meter ausreichend. Auch beim Auslöser* haben wir uns für eine etwas günstigere Drittanbieterlösung entschieden.

Natürlich sind auch Funkauslöser möglich, aber da muss man dann wieder hoffen, dass die Batterien bis zum Ende der Veranstaltung durchhalten. Außerdem ist so ein kleiner Auslöser schnell mal unterbewusst eingesteckt oder mitgenommen. Das kann bei einem kabelgebundenen Auslöser nicht passieren.

Tipp: Damit niemand über das Kabel des Auslösers stolpert, sollte man es mit Klebeband auf dem Boden fixieren.

Schritt 4 – das Tablet emfangsbereit machen

Die Transcend WiFi App wird heruntergeladen

Die Transcend WiFi App wird heruntergeladen

Wie im ersten Schritt bereits erwähnt, benötigt man auf dem Tablet noch die Transcend WiFi SD App die das Empfangen und Anzeigen der Bilder möglich macht. Ist die App installiert, kann es auch schon an die Ersteinrichtung gehen. Diese ist recht einfach und wird in der mitgelieferten Bedienungsanleitung der Karte gut erklärt.

Hier trotzdem ein kurzer Überblick zum Ablauf der ersten Einrichtung:

  1. Die Kamera mit eingesetzter WiFi Karte einschalten.
  2. Nach der Installation der App das Programm starten.
  3. Beim ersten Start erscheint ein Schnellinstallationsdialog in dem man dem karteneigenen Hotspot einen Namen und ein Passwort geben kann. Diese Einstellungen sind wichtig, damit sich die Kamera mit dem Tablet verbinden kann. Sie sind aber später jeder Zeit änderbar.
  4. Ist die Karte eingerichtet und das Tablet mit dem Hotspot verbunden, kann man schon das erste Testfoto machen und sich auf dem großen Bildschirm des Tablets anschauen. Dazu wechselt man in der App in den Modus „Shoot & View“, löst an der Kamera aus und wartet kurz bis die Vorschau des Fotos übertragen ist.

Das wars dann eigentlich auch schon mit der Einrichtung.

Unter dem Punkt „Einstellungen“ können verschiedene Dinge geändert und angepasst werden. Bei einer aktiven Internetverbindung ist es beispielsweise möglich, aufgenommene Bilder direkt auf Facebook oder Flickr zu posten. Das muss aber jeder für sich selbst entscheiden.

Das Tablet sollte noch so eingestellt werden, dass es nicht in den Standbymodus wechselt und der Bildschirm ständig aktiviert ist. Das muss natürlich nicht sein, macht es in der Bedienung allerdings etwas einfacher, da das Gerät nicht vor jeder neuen Fotosession erneut entsperrt werden muss. Damit der Akku nicht schlapp macht, ist es auch hier sinnvoll das Gerät mit einem Netzteil dauerhaft mit Strom zu versorgen.

Tipp: Wer ein Tablet mit privaten Inhalten in der Fotobox betreibt aber keine Lust auf schnüffelnde Gäste hat, sollte ein neues Nutzerkonto auf dem Gerät anlegen das lediglich Zugriff auf die Transcend App ermöglicht. Ab Android 4.2.2 ist das mit Boardmitteln unter Einstellungen -> Allgemein -> Benutzer möglich. In diesem Menü wählt man erst Neuen User anlegen und dann Eingeschränktes Profil aus. Im nächsten Dialog können Appfreigaben eingestellt werden.

Schritt 5 – die externen Blitze per Funk mit der Kamera verbinden

Die Funksteuerung wird an die Kamera und die Blitze montiert

Die Funksteuerung wird an die Kamera und die Blitze montiert

Für eine gute Ausleuchtung der Leute nutzen wir zwei externe Blitze mit einer ausreichenden Leistung. Natürlich könnte man auch Dauerlampen aufstellen, aber der etwas härtere Lichtstil der Blitzvariante verleiht den Motiven einen schönen und gut belichteten Look. Außerdem haben sie den Vorteil, dass die Bewegungen der Leute „eingefroren“ werden. Das macht beispielsweise Sinn, wenn man eine etwas zu lange und somit kritische Belichtungszeit gewählt hat. Unscharfe Fotos sind somit so gut wie ausgeschlossen.

Damit die Blitze bei jedem Foto automatisch zünden, werden Funkauslöser benötigt. Um genau zu sein, braucht man einen Sender für die Kamera und je einen Empfänger für die einzelnen Blitzgeräte. Hier gibt es sehr viele unterschiedliche Produkte. Unser genutztes System ist schon etwas älter und wird nicht mehr zum Kauf angeboten. Deshalb gibt es an dieser Stelle leider keinen Link. Wer aber nach Blitzauslöser sucht, sollte schnell fündig werden.

Tipp: Bei der Wahl des Senders, der an die Kamera montiert wird, sollte darauf geachtet werden, dass dieser nicht zu groß ist und problemlos in die Fotobox passt.

Kameras mit integrierter Blitzsteuerung

Teurere Kameramodelle haben teilweise ein eingebautes System über die externe Blitze per Funk angesteuert werden können. Dann wird natürlich kein Sender benötigt. Auch hochwertige externe Blitze können ohne separaten Empfänger betrieben werden.

Schritt 6 – die Blitze aufstellen

Die externen Blitze werden auf die Stative montiert

Die externen Blitze werden auf die Stative montiert

Sind die Blitze für den Funkbetrieb eingerichtet, können sie auf die Stative montiert werden. Auch hier gibt es verschiedenste Lösungen – spezielle Lichtstative oder normale Kamerastative. Wofür man sich letztendlich entscheidet ist eine Frage der persönlichen Vorlieben und auch der Befestigungsmöglichkeiten am Blitz bzw. am Funkempfänger. Unsere Empfänger haben ein Gewinde für standardisierte Stativschrauben. Die Montage ist also sehr einfach.

Die Blitze sollten nicht zu dicht vor den Leuten stehen, aber auch nicht zu weit entfernt. Da gibt es leider keine einheitlichen Vorgaben und man muss etwas mit der Entfernung spielen. Genauso verhält es sich mit der Einstellung der Blitzleistung. Je nach Geschmack und den gegebenen Lichtverhältnissen an der Location, muss vor dem richtigen Einsatz etwas experimentiert werden. Durch Testfotos kann man sich so schrittweise an das perfekte Lichtsetup herantasten.

Tipp: Da auch die Blitze im Dauereinsatz sein werden, sollte man vor dem Einsatz für ausreichend viele Ersatzbatterien oder Akkus sorgen.

Schritt 7 – die Komponenten mit Strom versorgen und letzte Einstellungen vornehmen

Die Komponenten werden in der Fotobox mit Strom versorgt

Die Komponenten werden in der Fotobox mit Strom versorgt

Im letzten Schritt werden die Kamera, das Tablet und die Steckerleiste an ihre vorgesehenen Plätze in der Fotobox verstaut. Anschließend steckt man die Netzstecker von Kamera und Tablet in die Steckerleiste und führt die Kabel der Leiste und des Fernauslösers nach draußen (dafür kann man eine kleine Aussparung in einer der unteren Ecken der Tür sägen – diesen Schritt hatten wir im ersten Teil dieser Anleitung nicht mit aufgeführt).

Nun muss man nur noch die Brennweite und den Fokus an der Kamera einstellen. Das funktioniert am besten, wenn man einen Helfer hat, der sich an die Postion stellt, an dem später auch die Gäste stehen werden. Ist man alleine, kann man auch einen Stuhl oder einen Tisch zur Hilfe nehmen. Wir empfehlen eine Brennweite von 35 mm. Sie wirkt sehr natürlich. Geringere Brennweiten verzerren das Motiv, Größere holen die Leute zu nah heran. Je nach Einsatzgebiet und gewünschtem Bildstil kann man aber selbstverständlich auch gerne andere Brennweiten wählen.

Der Fokus sollte mit dem Automatikmodus eingestellt werden. Auch hier helfen wieder Testfotos. Passt alles, stellt man den Fokus am Objektiv von automatisch (AF) auf manuell (MF), damit er sich beim späteren Einsatz nicht aus Versehen wieder verstellt. Damit man durchgehend scharfe Bilder bekommt, sollte man eine Blende von ungefähr 8 wählen. Die Belichtungszeit darf beim Einsatz von externen Blitze in den meisten Fällen nicht auf weniger als 1/160 Sekunde eingestellt werden, da es sonst zu Problemen mit der Blitzsynchronisation kommen kann. Sind die Fotos unter- oder überbelichtet, kann mit der Blitzleistung gegengesteuert werden.

Tipp: Ist die richtige Standposition für die Leute ermittelt, markiert man diesen Punkt am besten mit etwas Klebeband auf dem Fußboden. Somit ist gewährleistet, dass sie auch im richtigen Ausschnitt und im Fokus stehen. Für einen neutralen Hintergrund können die Personen beispielsweise vor eine Wand oder einen Stoffhintergrund gestellt werden. Ist die Box draußen im Einsatz, ist aber selbstverständlich auch die Natur eine schöne und natürliche Umgebung.

Jetzt ist die Fotobox komplett und für den ersten Einsatz bereit! Herzlichen Glückwunsch 🙂

Wir hoffen, dass dir unsere Anleitung zum Bau einer Fotobox gefallen hat und alles leicht verständlich war. Wenn du selbst schon eine Fotobox (ob mit oder ohne unsere Anleitung) gebaut hast, würden wir uns über einen Erfahrungsbericht, Verbesserungsvorschläge oder sonstige Tipps in Form eines Kommentars freuen!

Solltest du gerade dabei sein die Box zu bauen und irgendwo nicht weiterkommen oder sonst irgendwelche Fragen haben, kannst du uns auch einen Kommentar hinterlassen – wir antworten schnellstmöglich und versuchen dir weiterzuhelfen!

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4 Kommentare

  • Michael Hug sagt:

    Super gemacht! 🙂 Da ich ein bisschen ungeduldig war hab ich selber Lösungen gefunden. Ich schick sie euch gerne zu wenn ihr Interesse daran habt.
    Ich hab zwei Probleme die ich noch beheben muss.

    1. Das erste ist glaub ich nicht so schwer, die Belichtung ist zwar ganz gut aber würde es noch besser finden wenn die Leute sich auf dem Display sehen können noch bevor das Foto gemacht wird. Wenn die Einstellungen aber schon gut sind, dann wird dasBild ja gnadenlos überbelichtet sobald der Blitz dazu kommt…

    2. Ich kann einfach keine Lösung finden die das Auswechseln von Batterien am Blitz vermeidet. Wieso gibt es keine Netzkabel dafür :O Und ein extra großer Akku ist ja ganz nett aber teuer und hält auch nicht für immer. Habt ihr da noch eine Idee?

    Liebe Grüße
    Michael

    • Patrick Weseloh Patrick Weseloh sagt:

      Hallo Michael, danke für das Lob! Ja, wir haben leider doch etwas länger gebraucht als versprochen… Falls du bei deiner Umsetzung Erfahrungen gesammelt hast, die nicht in unserer Anleitung vorkommen, würden wir uns natürlich sehr darüber freuen, wenn du sie mit uns und unseren Lesern teilen würdest 🙂

      Zu deinen Fragen:

      Punkt 1: Es ist tatsächlich möglich ein Tablet als Livemonitor zu nutzen. Allerdings müssen da noch ein, zwei technische Dinge beachtet bzw. am Gerät vorhanden sein. Ich habe eben mal recherchiert und ein paar Anleitungen gefunden. Hier ist ein deutsches Tutorial zu finden, das die Basics ganz gut erklärt: http://www.tutonaut.de/anleitung-dslr-kameras-mit-dem-smartphone-oder-tablet-steuern.html

      Alternativ könnte man natürlich anstatt eines Tablets auch einen kleinen Rechner (beispielsweise einen Raspberry Pi) und einen Monitor in den Fotobox packen. Da hat man dann noch mehr Möglichkeiten – sowohl technisch als auch von der Software her.

      Wenn die Voransicht passt, kann das „richtige“ Foto ja auch ohne separaten Blitz gemacht werden. Es ist dann halt nur schwierig, wenn die Belichtungseinstellungen für die Voransicht passen, für das eigentliche Foto aber falsch gewählt sind (zu lange Belichtungszeit). Dann sind unscharfe Fotos ja fast schon vorprogrammiert.

      Vielleicht ist es für dein Vorhaben vielleicht wirklich besser mit festen und einstellbaren Lichtquellen zu arbeiten. Dauerlichtlampen bieten sich für sowas an. Allerdings kosten die natürlich wieder mehr Geld… Die müssten dann auch so regelbar sein, dass man eine recht kurze Belichtungszeit einstellen kann, damit die Fotos auch garantiert scharf werden.

      Alles nicht so einfach 🙂 Ich denke um ein wenig extra Recherche und Testerei wirst du leider nicht herumkommen.

      Punkt 2: Meiner Erfahrung nach ist es bei günstigen externen Blitzen nicht möglich diese mit Dauerstrom zu versorgen. Da muss man dann leider mit dem ständigen Batteriewechsel leben. Auch hier müsste man entweder wieder tiefer in die Tasche greifen und über die Anschaffung von Studioblitzen nachdenken (die kann man nämlich auf jeden Fall an die Steckdose anschließen) oder man überdenkt sein Lichtkonzept und steigt auf Dauerlicht um. Da gibt es ja auch schon recht günstige LED Panels, die meist in der Videografie zum Einsatz kommen.

      Ich hoffe, dass dir meine Antworten etwas helfen oder dir zumindest zu einer zündenden Idee verhelfen. Bei solchen Projekten muss man erfahrungsgemäß immer viel lesen, lernen und experimentieren. Aber das machts ja auch irgendwie so spannend und interessant.

      Falls du Lösungen für deine Probleme gefunden hast, sag mal bescheid. Mich interessiert das nämlich auch sehr!

      Viele Grüße
      Patrick

  • Nico sagt:

    Hi Leute,
    es gibt eine Möglichkeit! Jedoch ist diese nur für Leute geeignet, die wissen was sie tun. Ich selbst bin Elektroniker und habe mir eine eigene Stromversorgung für einen Yongnuo-Blitz gebastelt. Die Idee lieferte mir folgender Artikel:
    http://images.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fwww.fotografr.de%2Fwp-content%2Fuploads%2F2014%2F07%2Fstromversorgung-blitzgeraet-708.jpg&imgrefurl=http%3A%2F%2Fwww.fotografr.de%2F18433%2Fdiy-netzteil-dauerstrom-fuer-systemblitze%2F&h=304&w=708&tbnid=aAmn5CmbYwiEfM%3A&vet=1&docid=NHY1KnxcYIkciM&hl=de&ei=kTKYWLzOLsmHgAbmwJygCQ&tbm=isch&iact=rc&uact=3&dur=810&page=0&start=0&ndsp=12&ved=0ahUKEwj82oLNhfvRAhXJA8AKHWYgB5QQMwgfKAMwAw&bih=645&biw=984

    Ein wenig abgeändert, und schon hatte ich meine eigene Lösung.

    Gruß,
    Nico

    • Patrick Weseloh Patrick Weseloh sagt:

      Hallo Nico,

      vielen Dank für die hilfreiche Ergänzung! Das wird dem ein oder anderen sicher gut weiterhelfen.

      Viele Grüße
      Patrick

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