Wurst-Spezial: Die Pferdewurst

Die Pferdewurst ist ein leider verkanntes und oft verleumdetes Nahrungsmittel und in „Wendy“ wird garantiert keine Werbung für diese köstliche Spezialität gemacht. Besonders bei Frauen scheint festzustehen, dass die Krönung des Heißwasserkessels eklig, bäh und völlig unterirdisch schmeckt. Es wäre sozusagen der Geschmack von Tierquälerei pur. Na ja. Auch eine Tomate leidet Schmerz, wenn sie vom Stengel gerupft und anschließend verspeist wird.

Was macht die Pferdewurst aus und was ist zu beachten?

Das Fleisch von Pferden ist edler als das von vielen anderen Tieren, weil es praktisch keine Massenhaltung gibt. Es schmeckt ähnlich wie Rindfleisch, eher noch ein wenig kräftiger. Fett ist wenig zu finden, der Biss ins Wurstvergnügen ist fest und herzhaft. Man sollte allerdings beim Salzgehalt aufpassen, da die Würste in vielen Fällen einen Räucherprozess durchlaufen haben. Sich immer erst ein Stück zum Probieren geben lassen. Je weniger Salz, desto eigener die Pferdenote – und darauf kommt es ja an.

Und nicht vergessen beim Aufbrühen:

Den Topf mit Wasser zum Kochen bringen, vom Herd nehmen – und dann erst die Würste rein legen. Bei kochendem Wasser ist die Gefahr zu groß, dass die Pelle platzt. Das gilt übrigens für alle Wurstsorten.

Und was passt am besten dazu?

Als Beilage eignen sich allerlei Salate. Ich empfehle dazu ein luftig gebackenes Brot mit einer knackenden Kruste– und Bier. Und wenn sich die Frau auch noch dazu einfindet, wisst Ihr: Mit der kann ich Pferde stehlen.

Dieser Artikel wurde von Reiner Schweinfurth geschrieben. Reiner ist hauptberuflicher Redakteur und Vater von zwei Kindern und Großvater einer Enkeltochter. Er lebt und arbeitet in Berlin und ist nicht nur ein Experte wenns um die Wurst geht – auch beim Backen gibt er sich mächtig Mühe!

unsere Bewertung

10 Geschmack

10 Zubereitung

6 Vielfalt der Sorten

7 Verfügbarkeit in den Geschäften

7 Preis

Wie wir die Pferdewurst finden (1 = weniger gut und 10 = sehr gut):

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